#39 - David von Westphalen : Der große Markt und die kleine Handlung
 
David von Westphalen, 30, Theatermacher Hildesheimer Schule, erzeugt im KloHäuschen einen Ableger seines philosophischen Küchenvortrags "Es gibt Fisch".
 
Anlässlich des Aufführungsortes serviert Westphalen diesmal philosophische Einblicke ins Wesen des Großmarktes: Jene große Handlungsmaschine, die sich tagein tagaus zwischen uns, unsere Gaumen und das Fruchtbare quetscht. Außerdem serviert er: eine frisch gekochte Rote Bete Suppe mit Ingwer. Der Ingwer und die Rote Bete sind Früchte, "die ihre ganze Pracht erst zeigen, wenn man sie selbst öffnet". - So wie ein guter Gedanke erst dann fruchtet, wenn man ihn teilt.
 


David von Westphalen arbeitete im Hildesheimer Kontext als Kurator von Theaterveranstaltungen, als Dramaturg, Regisseur, sowie als Autor und Performer in seinen Solo-Lecture-Performances, ("Großer Ameisenvortrag", Stadttheater Hildesheim 2005; "Sex", Autorentheatertage am Thalia Theater Hamburg 2007; "Es gibt Fisch", Sophiensaele Berlin, April 2010).
 
Westphalens Vorträge sind eine Art Essayismus für die Bühne. Komisch und energisch; intim und poetisch oder hitzig und offensiv. Mal mehr, mal weniger genau geprobt entsteht ihre Form erst in Konfrontation mit dem Publikum. Oft Thema: Die Fruchtbarkeit, und welche Beziehung wir zu ihr haben. Zum ersten Mal seit "Es gibt Fisch" wird diesmal auch wieder gekocht - live und lecker!